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Scheckbetrug aus dem Ausland – Wie man deutsche Unternehmen abzockt

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Ausstellen eines Schecks - CC BY 2.0 von David Goehring über flickr.com

Ausstellen eines Schecks – CC BY 2.0 von David Goehring über flickr.com

Einige Betrügebanden aus dem europäischen Ausland versuchen derzeit deutsche Unternehmen um mehrere Euros zu erleichtern. Hierzu nutzen die Betrüger die Bedingungen von Schecks aus. Der Versuch des Betruges ist mir zugetragen wurden und funktioniert wie folgt.

Scheckbetrug aus dem Ausland – So funktionierts

Ein Interessent aus dem europäischen Ausland stellt bei einem deutschem Unternehmen eine Anfrage bezüglich einer Leistung. Das Unternehmen gibt sein Angebot ab und der Interessent stimmt diesem Angebot zu. Anschließend erhält das Unternehmen vom Interessenten einen Scheck über eine Summe, die weit über der Angebotssumme liegt. Der Interessent wartet bis der Scheck eingelöst wird und bittet anschließend das Unternehmen die Differenzsumme wieder zurück zu überweisen. Wird die Differenzsumme überwiesen, lässt der Interessent den Scheck stornieren und holte sich die abgebuchte Summe zurück.

Ein Fallbeispiel aus der Praxis – Schaden 7.000 Euro

Im mir vorliegenden Beispiel hätte es fast einen Betreiber einer Gaststätte erwischt. Dieser erhielt zum Beginn des Jahres eine Anfrage von einem Maxwell Greene aus Little Hulton in Manchester. Herr Greene fragte bei dem Betreiber der Gaststätte an, ob diese vom 15. bis 21 März sieben Erwachsene an sechs Abenden verköstigen könnten. Als Preisvorstellung gab Maxwell Greene 35 Euro pro Person an.

Der Betreiber der Gaststätte schrieb an Herrn Greene zurück, dass dies möglich sei, sich die Kosten allerdings nur auf 25 Euro pro Person belaufen würden. Maxwell Greene bestätigte daraufhin in einer erneuten Mail, dass er das Angebot in Höhe von 1.050 Euro gerne annehmen würde und bat um Zusendung weiterer Informationen, damit er dem Gaststättenbetreiber einen Scheck zusenden könnte.

Scheck über 6950 Pfund Sterling

Auch dem kam der Betreiber der Gastätte nach und erhielt daraufhin wenige Tage später einen Scheck in Höhe von 6.950 Pfund (rund 8.000 Euro). Am selben Tag traf bei den Betreibern auch eine Mail ein, in der Mister Greene darauf hinwies, dass seine Bank den Check in Pfund Sterling ausgestellt hat und nicht wie abgesprochen in Euro.

Als die Betreiber den Scheck in der Hand hielten, baten sie Herrn Greene um erneute Ausstellung eines neuen Schecks in der korrekten Summe. Daraufhin erhielten die Betreiber einen direkten Anruf von Mister Greene, der aufgrund der Zeit keinen neuen Scheck schicken wollte sondern darum bat, den Scheck einzulösen. Sobald die Gutschrift erfolgt ist, sollte der Gaststättenbetreiber von dieser Summe seine Kosten abziehen und die Differenz zurück überweisen.

Natürlich kam er dieser Aufforderung nicht nach und löste den Scheck nicht ein. Denn an dieser Stelle sollte man wissen, Schecks aus dem Ausland können auch Wochen später noch storniert werden. In diesen Fällen wird der gutgeschriebene Betrag von der Bank komplett wieder zurück gebucht.

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